Kriminelle fischen am Datenfluss

Viele Leute wären erstaunt, wenn sie wüssten, wer ihre Mails so alles mitliest. Nicht nur Kriminelle können sich relativ leicht am Datenfluss der täglich verschickten E-Mails bedienen – zumindest, wenn man Kunde von amerikanischen E-Mail-Diensten, wie Google Mail, Yahoo oder Hotmail ist. Letztere können nämlich bei Bedarf ganz legal von US-Geheimdiensten aufgefordert werden, die Daten und verschickten E-Mails ihrer Kunden herauszugeben. Nicht anders ist es mit den amerikanischen Cloud-Diensten. Prominente Anbieter sind zum einen wieder Google mit Ihrem „Google Drive“ aber auch der kalifornische Technik-Gigant Apple mit der „iCloud“. Denn wenn man auf seinem Android-Phone oder Apple-Gerät einen Online-Speicher nutzt, dann wird das ziemlich sicher der bereits vorinstallierte, hauseigene Service sein und für diese gilt ähnliches wie für US-Mailanbieter.

Doch wie kann ich mich denn nun als Verbraucher schützen?

Zum einen sollte man auf einen Anbieter vertrauen, der Mitglied der Initiative „E-Mail Made in Germany“ ist, wie zum Beispiel GMX, die Telekom oder Hornetsecurity. Denn bei diesen Anbietern unterliegen die Daten dem deutschen Datenschutzgesetz und können somit auch nicht in die Hände von staatlichen Organisationen gelangen. Zum anderen sollte man darauf verzichten sensible Informationen per E-Mail zu verschicken, wenn man nicht will, dass diese dahin gelangen, wo sie nicht hin sollen. Außerdem ist es ratsam seine E-Mail zu verschlüsseln. Für die sichere E-Mail-Verschlüsselung kann man zum Beispiel einen cloudbasierten Anbieter nehmen, der die E-Mails mit der Verschlüsselungsmethode PGP verschlüsselt. PGP bedeutet „Pretty Good Privacy“ und sorgt durch einen speziellen Verschlüsselungscode dafür, dass nur der Empfänger den Inhalt der Mail lesen kann, vorausgesetzt er kennt den Code und benutzt das gleiche Programm. Also nichts wie los – machen wir das Netz ein kleines bisschen sicherer!

E-Mail-Datenklau

Digital Natives – Eine Generation im Spagat

Digital Natives – Eine Generation im Spagat

Ich bin neulich mal wieder über einen interessanten Begriff gestolpert – Digital Natives. Was es mit diesem Begriff auf sich hat, möchte ich euch in meinem heutigen Beitrag näher bringen.

Um zuerst einmal das Geheimnis um den Begriff zu lüften: Als Digital Natives wird die Generation bezeichnet, die als erste mit Informationstechnologien, wie dem Internet aufgewachsen sind. Es ist jedoch schwierig zu definieren, ab welchem Jahrgang man nun als „Digital Native“ gilt. Wikipedia zumindest meint, damit sind alle Jahrgänge gemeint, die nach 1980 geboren sind, Soziologen sind jedoch nicht wirklich einig darüber.

Das interessante an dieser Generation ist jedoch, dass sie die ersten sind, die mit digitalen Technologien aufgewachsen sind und gleichzeitig die letzten, die ein Leben ohne sie kennen. –Verrückt oder? Nur diese Gruppe von Menschen weiß wirklich, wie sich das Leben in beiden Epochen anfühlt. Also ein Leben in dem man noch ohne Smartphone herumgelaufen ist und auf Hilfen wie Google gänzlich verzichten musste. Wenn man etwas wissen wollte musste man noch umständlich im Lexikon nachschlagen, weil Wikipedia noch lange nicht seinen Dienst aufgenommen hatte. Musik gab es sowieso nur auf Kassetten oder CD’s, denn „Streaming-Dienste“ und digitale Audioformate wie .mp3 oder .aac waren noch gar nicht erfunden.

Die Digital Natives kennen sich aus in der Online-Welt
Die Digital Natives kennen sich aus in der Online-Welt

 

Trotzdem haben die Menschen die Vorzüge der IT nicht vermisst, aber heute fragen sie sich, wie sie nur jemals ohne sie ausgekommen sind. Fakt ist jedoch, dass sich unser Leben seitdem sehr verändert hat und wir auf einmal viel mehr Möglichkeiten haben.

Für mich eine sehr faszinierende Generation, zu der ich mich im Übrigen auch zählen kann.

Also Frau Merkel – Für wen ist das Internet Neuland? Für mich oder für Sie?

Hybrid Cloud auf dem Vormarsch ?

Im IT-Sektor lässt sich momentan ein nicht zu übersehender Trend feststellen. Immer mehr Unternehmen setzen auf die Hybrid Cloud – doch warum eigentlich? Und ist sie wirklich besser geeignet als andere Lösungen, wie Private- oder Public Cloud?

Zum einen ist wohl sicherlich die Digitalisierung von Geschäftsmodellen für ihren Erfolg verantwortlich, das geht zumindest aus einer Studie des Beratungshauses IDC hervor. Demnach nutzen schon 20% der Unternehmen eine Hybrid Cloud und weitere 57% wollen ihnen in naher Zukunft folgen, wie folgende Graphik zeigt:

Aber wie funktioniert die Hybrid Cloud überhaupt genau? Eigentlich ist das Prinzip denkbar einfach. Die Hybrid Cloud kombiniert IT-Ressourcen des unternehmenseigenen Rechenzentrens mit den Diensten kommerzieller Cloud Anbieter oder auch Hosted Cloud Services. Also im Prinzip ist sie nichts anderes als eine virtualisierte IT-Infrastruktur, auf die ein Selfservice-Portal aufgesetzt wurde. Das bietet zum einen den Vorteil, dass Unternehmen nun empfindliche Daten auf eigenen IT-Systemen pflegen können, aber sicherlich auch eine schnellere Skalierbarkeit, da zusätzliche Ressourcen schneller zugewiesen werden können. Es können sogar Daten ausgelagert werden, die auch mobil verfügbar sein müssen. Das hört sich für viele Firmen im ersten Moment sehr verlockend an, doch sollte man das ganze etwas differenzierter betrachten. Da in der Regel eigene, wie auch externe Server genutzt werden, kann dies zu erheblichen Mehrkosten führen und sich letztendlich für einige Unternehmen als unrentabel herausstellen. Hinzu kommt ein nicht zu unterschätzender Mehraufwand bei der Verwaltung und Pflege von Daten, wie auch bei der Administration des Systems. Und sollte zusätzlich ein Fremddienst genutzt werden, bedeutet dies auch immer ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko – zumindest für externe Daten.

Unterm Strich bedeutet das, dass die Hybrid Cloud es Unternehmen zwar ermöglicht, sensible Daten nun auf eigenen Systemen zu verwalten und diese auch schneller skalierbar sind, aber gerade kleinere und mittelständische Unternehmen werden sich wohl nicht mit dem erhöhten Kostenaufwand anfreunden können. Ebenfalls könnte der Mehraufwand, der bei Pflege von Daten und Administration des Systems entsteht einige Interessenten abschrecken auf die Hybrid Cloud umzusteigen und auch das Sicherheitsrisiko von Fremdanbietern sollte man nicht herunterspielen.

Risiko privates Surfen am Arbeitsplatz

In den meisten Betrieben ist es geduldet, andernorts sogar erlaubt: Privates Surfen am Arbeitsplatz. Aber welche Art von Webseiten Mitarbeiter während der Arbeitszeit so ansurfen, erfahren viele Geschäftsführer erst, wenn es bereits zu spät ist.

Die Rede ist natürlich von Webseiten, auf denen sich der Rechner mit Malware, Spyware, Trojanern und Viren infizieren kann. Hierbei handelt es sich meist um Pornoseiten, illegale Musik- oder Film-Streaming-Dienste oder auch Webseiten auf denen Software und Spiele gratis zum Download angeboten werden. Das ist nicht nur extrem riskant, sondern kann dem Unternehmen auch einen enormen wirtschaftlichen Schaden bereiten. Eine Studie des IDC ergab sogar, dass 70% der Zugriffe auf diese Art von Seiten während der Arbeitszeit erfolgt – unglaublich oder?

Doch was können die Unternehmen denn jetzt tun, um die unkontrollierten Zugriffe besser in den Griff zu bekommen? Hier helfen nur professionelle Webfilter-Dienste, die den Zugriff auf solche Webseiten generell unterbinden und den Traffic überwachen. Viele Anbieter bieten sogar voll-gemanagte Lösungen mit einem 24-Stunden-Support an. Somit ist gewährleistet, dass die IT-Sicherheit eines Unternehmens zu keiner Zeit gefährdet ist und sich die Mitarbeiter nur auf sicheren Webseiten bewegen.

Eine Grafik von statista veranschaulicht sehr gut, wie viele Arbeitnehmer auch während der Arbeitszeit privat im Netz unterwegs sind:

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